Sonntag, 24. Juni, 1. Juli, 8. Juli, 5. August - jeweils um 12 Uhr

Überraschend tolerant!

Ein Spaziergang - zwei Perspektiven - gemeinsame Gespräche 

 

 

Ortsbegehung am Comenius-Denkmal, Foto: Gabi Kienzl 

 

Gül-Aynur Uzun und Hanadi Mourad beraten als Stadtteilmütter Neuköllner Familien. Gül-Aynur Uzun zog als Kind ihrer Mutter hinterher, die zum Arbeiten in das fremde Deutschland ging und ihre Familie erst einmal in der Türkei zurückließ. Hanadi Mourad kam als Kriegskind aus dem Libanon. Migration ist prägend für Neukölln. Im 18. Jahrhundert waren es böhmische Glaubensflüchtlinge, Ende der 1960er Jahre kamen die ersten "Gastarbeiter" und seitdem noch diverse Migranten aus vielerlei Gründen. Und so gibt es hier Orte der Toleranz, deren Kreativität sich aus gegenseitiger Zurücknahme und anschließender Wertschätzung speist. Ungewöhnlich, aber man will nicht Recht haben, sondern rechtschaffen sein. Gesprächspartner von Gül-Aynur Uzun und Hanadi Mourad auf den von Kulturbewegt e.V. veranstalteten Terminen sind ein Geistlicher und ein Sozialkritiker, die viele Überzeugungen der beiden Migrantinnen nicht teilen, wohl aber an den toleranten Orten Marktplatz, Moschee, Café, Gemeindesaal, Garten zu neuartiger Gemeinsamkeit gelangen. Die Spaziergänge am 8. Juli und am 5. August begleiten Hanadi Mourad und Pfarrer Christoph Hartmann respektive Pfarrer Günther Kreusel von der Evangelischen Brüdergemeine, die Touren am 24. Juni und am 1. Juli unternehmen Gül-Aynur Uzun und der Sozialkritiker Helmut Gispert.


Treffpunkt
U-Bahnhof Karl-Marx-Straße vor Woolworth
Entgelt pro Person: 3,- €
Anmeldung erbeten unter Tel. 030 7022 2023
oder per e-Mail an: info(at)route44-neukoelln.de