Freitag, 15. Juni 2012, 11 Uhr

Kulturdenkmal Böhmisch-Rixdorf - Spatenstich 

 

Als Quartier einer Metropole ist das Böhmische Dorf in Berlin eine echte Herausforderung für die Stadtplanung. Wie lässt sich dieses Kulturdenkmal nicht nur in seiner baulichen, sprich preußischen, sondern auch in seiner sozialen, sprich böhmischen Struktur erhalten? Und ist dazu das Instrument der Bürgerbeteiligung - so intensiv es in den vergangenen Jahren auch genutzt wurde - wirklich eine Garantie? Für die Identität aller Bewohner ist doch nicht das Instrument entscheidend, sondern der gefundene Konsens im Gestaltungskonzept. Und so soll der Spatenstich am Tag des Einzugs der Glaubensflüchtlinge vor 275 Jahren zwar Beginn einer Baumaßnahme sein, deren Charakter durch den Wettstreit von Ideen bis hin ins kleinste Detail geprägt ist, aber auch und vor allem Auftakt zu einem Kulturprogramm von Akteuren des Böhmischen Dorfes, das die Einmaligkeit des Ortes aufzeigt.

 

Gestaltungskonzept für Deutsch- und Böhmisch-Rixdorf
Übersichtskarte (Ausschnitt), Spath und Nagel, 2008 

 

Die Fahrbahn der Richardstraße soll im nördlichen wie südlichen Eingangsbereich auf 5 m, dazwischen auf 9 m Breite eingeengt werden sowie historisches Reihensteinpflaster bekommen. Für den Gehweg sind vor den Kolonistengehöften eine wesentliche Verbreiterung und eine durchgängige Baumbepflanzung vorgesehen. Auch der historische Vorgarten am Kirchsaal der Evangelisch-reformierten Bethlehemgemeinde soll wiederhergestellt werden. 

 

Richardstraße/Ecke Jan-Hus-Weg
Richardstraße 97
12043 Berlin